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Ausflugstipps
Lehrpfad Louny – Zeměchy
Streckenlänge:
- 3,12 km
Routenbeschreibung:
- der Lehrpfad beginnt am Wassertum über der Eisenbahn (der höchste Punkt in Louny), endet 1 km entfernt von der Eisenbahnstation Jimlín
- es gibt 5 Standorte an dem Pfad: Nr. 1: Lounyer Wasserleitung, Nr. 2: Klima, Nr. 3: Böhmisches Mittelgebirge, Nr. 4: Landschaftsgepräge, Nr. 5: Bodenkunde und Plänerförderung
- Rückweg: die blaue Wegmarkierung 1 km folgen, bis zu dem Wegweiser am Bahnhof Jimlín
- 2 km weiter auf dem blaen Wanderweg gelegen befindet sich die Burg Nový hrad
- von der Burg Nový hrad die Kastanienallee entlang bis zu dem Friedhof, weiter längs der Friedhofsmauer und den Feldweg in Richtung Westen bis zu der Straße gehen, diese dann nach Líšťany oder Louny folgen
- weitere Infos hier
Lounyer Wasserleitung
Die erste Erwähnung über das Wasserverteilen in Louny stammt aus dem 16. Jh., als das Renaissance Wasserbrunnen auf dem Platz erbaut wurde. Der Brunnen wurde durch einen Stollen mit Wasser aus dem Bach Červený gespeist; der Bach floss damals von Zeměchy in Richtung zu dem heutigen Puppentheater. Die erste Wasserleitung gab es bereits im 18. Jh., wobei einzelne Zweige in öffentlichen Brunnen endeten. Das System wurde im Laufe des 19. Jh. erweitert, bis im Jahre 1900 ein Sammelbrunnen gebaut wurde. Die Ausgiebigkeit und auch die Wasserqualität entsprachen den Anforderungen bald nicht mehr, so wurde im Jahre 1904 ein entsprechender Brunnen gegenüber dem damaligen Stadtbad erbaut. In den Jahren 1932-1933 wurden geologische und hydrologische Untersuchungen durchgeführt, die in der Möglichkeit resultierten, das in der Zeit enormen Wassermangels unausreichende Wasser in dem Brunnen gegenüber dem Stadtbad mit artesischem Wasser nachzufüllen. Dem Projekt nach stieg bald die Anzahl von Brunnen in der Stadt auf neun, bald gab es den zehnten, den zentralen Sammelbrunnen. Von dort aus wurde das Wasser mit Schleuderpumpen in Bodenbehälter und weiter dann in den 36-Meter hohen Wasserturm umgepumpt, der im Jahr 1936 in Betrieb genommen wurde.
Klima
Nach E. Quitt liegt das Louny-Gebiet in dem warmen Klimagebiet T2, das durch einen langen, warmen und trockenen Sommer, eine sehr kurze Übergangsperiode mit warmem Frühling und Herbst und einen örtlich warmen und trockenen Winter mit nur kurz aushaltender Schneedecke gekennzeichnet wird.
Böhmisches Mittelgebirge
Das Böhmische Mittelgebirge, ein Bestandteil des Gebietes unter dem Erzgebirge, erstreckt sich auf der Fläche von 1265 km2. Die hier vorkommenden seltenen Steppen- und Waldsteppenlebensgemeinschaften und das unikate Relief ließen auf insgesamt 1063 km2 des geomorphologischen Ganzes den Natutschutzpark (CHKO) erklären. Der Fluss Elbe (Labe) teil das Gebiet entzwei: rechts von dem Fluss gibt es das Verneřické Mittelgebirge, links dann das Milešovské Mittelgebirge. Auf dem Gebiet des Böhmischen Mittelgebirges befinden sich 5 nationale Naturschutzgebiete, 8 nationale Naturdenkmäler, 12 Naturschutzbereiche und 18 Naturdenkmäler.
Landschftsgepräge
Die untere Ohře-Gegend wird regelmäßig in den Frühlingsmonaten von den Luftströmungen betroffen, die den Boden extrem entwässern und den Ackerboden mit der Aussaat verwehen. Man hat dabei mit der Deflation bzw. der Akkumulation zu tun, ähnlich wie es bei einem Sandsturm der Fall ist. Die intensive Feldbestellung verursachte, dass die ursprüngliche natürliche Vegetation völlig verschwand. Auf den Ackern werden heutzutage vorwiegend Weizen, Roggen, Gerste, Sonnenblume, Raps und Mais angebaut. In dieser kulturellen Landschaft selektierte sich dank modernen Unkrautvertilgungsmitteln eine ganze Reihe von Pflanzen, die über bewunderswerte Widerstands- und Regenerationsfähigkeiten verfügen, wie z.B. die Quecke oder die Distel.
Pädologie und Plänerförderung
Die Bodenkunde (Pädologie) unterscheidet mehrere Bodenarten, die auf Grund von mehreren Merkmalen geteilt und kategorisiert werden. In hiesiger Region taucht vorwiegend die auf dem Pläner liegende Humusschicht vor. Die mineralogische Zusammensetzung des hiesigen Bodens wird vor allem von dem Sandmergel bestimmt, der durch die Härtung von den Mergelschichten (Gemisch von Lehm und Kalkstein) durch sekundären Sand entstand. Diese Bodenart kennzeichnet sich durch eine große Menge von Muttergestein in der oberen Horizontschicht. Der Pläner, das hiesige Muttergestein, stammt aus dem älteren Mesozoikum und wurde als Qualitätsbaumaterial in vielen Plänerbrüchen in der Umgebung gefördert. Nach dem österreich-ungarischen Berggesetz war jedermann berechtigt, den Pläner für eigenen Bedarf auf dem eigenen Grundstück zu fördern. Längs des Lehrpfadens sind Reste der ehemaligen Brüche gut zu sehen, wie z.B. der etwa 100m von diesem Standpunkt entfernte Bruch Kadnerův lom.
Louny – Lužerady
Streckenlänge:
-
5,5 km
Routenbeschreibung:
- der Wanderweg führt nördlich von Louny längs des Flusses Ohře, es gibt 4 Standorte auf der Rundstrecke
- sowohl für Fuß- als auch Radwanderung geeignet
- die Route startet an den Stadtschanzen (Zutritt von dem Platz Mírové náměstí die Treppe an der Gaststätte U tří lip herunter)
- weiter längs des Flussses Ohře zu der Mühle , rechts über die Brücke Veslařů abbiegen
- Standort 2: Lounská tůňka (Lounyer Tüpfel)(unter den Bögen der Überschwemmungsbrücke)
- Standort 3: Rozcestí u Dobroměřic (Weggabelung bei Dobroměřice)(durch die Gartenkolonie Na Losech, den Weg durch die Felder in Richtung Böhmisches Mittelgebirge folgen)
- Standort 4: Lužerady (Lužerady)
- aus Lužerady längs des Flussses Ohře zurück nach Louny
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Lounyer Tüpfel
Der Tüpfel ist ein Rest des Ohře-Altwassers, heute versikert bloß das Wasser aus dem Fluss in den Tüpfel. Der Wasserspiegel wird heute mit Rohrkolben bewachsen. Am Ufer stehen alte Pappeln, Weiden, Espen, Ulmen und Eichen, die Sträucher sind mit schwarzem Holunder, Spindelbaum, Ahlkirsche und Faulbeerbaum vertreten. Weiter kommen noch der Wasserschwaden, die Aubergine, der Zweizahn, der Igelkolben, der Hopfen, das Schilfrohr, die Brennessel, die Vogelmiere, der Ährenweiderich und der Kalmus vor. Mehrere Fisch- und Lurcharten bewohnen den Tüpfel. Die Mitglieder des Fischervereines betreiben hier den Angelsport. Im Jahre 1993 wurde der Lounyer Tüpfel von der Abteilung für Umweltschutz der Stadtverwaltung Louny als bedeutendes Landschaftselement registriert.
Weggabelung bei Dobroměřice
Von hier aus gibt es eine schöne Aussicht auf das Lounyer Mittelgebirge, ein Bestandteil des ganzen Böhmischen Mittelgebirges. Die Hügel vulkanischer Herkunft sind vorwiegend aus Basalt zusammengesetzt. Die Hügel Raná (457 m.ü.M.) und Oblík (509 m.ü.M.), zwei wirkliche Dominanten der Landschaft, wurden zu nationalen Naturschutzgebieten erklärt. Die ursprünglichen Auenwälder sind längst ausgerodet, heute wachsen hier Hagedorne, und Pappeln, darunter gibt es dichten Strauchbestand, in dem viele Vogelarten und weitere kleinere Lebewesen ihr Versteck finden können.
Lužerady
Den letzten Halt gibt es unweit der ehemaligen Gaststätte Lužerady, die einst als beliebtes Ziel der Sonntagsfamilienausflüge diente.Die Gaststätte gab es im Objekt des ehemaligen Schwarzenberk-Hegerhauses. Der hier einst wachsende Auenbestand wurde längst abgeholzt und erhielt sich bloß in dem Ortsnamen. Die ausgedehnten Wiesen verwandelten sich schrittweise in die Felder. Bloß hinter der ehemaligen Gaststätte wachsen die letzten Eichen von damals. Im Hof der Gaststätte stand eine mehrere hundert Jahre alte Linde, die jedoch noch in der Zeit der Besatzung bei einem Wirbelwind entwurzelt wurde. In der Umgebung gibt es relativ gut erhaltene Alleen von Rosskastanien und Edeleschen.
L o u n y - S m o l n i c k ý p o t o k
Streckenlänge:
-
2,5 km
Routenbeschreibung:
- gelb markierter Wanderweg von Louny aus längs der Gartenstadt über den Kulm Blšanský vrch nach Chlumčany, längs des Baches Smolnický potok nach Brloh und über Cítoliby oder auf den Feldwegen zurück nach Louny
- es gibt 4 Standorte auf der Rundstrecke:
- Standort Nr. 1: „V Bosně“ (In Bosna)
- Standort Nr. 2: „U Viaduktu“ (Am Viadukt)
- Standort Nr. 3: „U lesa“ (Am Wald)
- Standort Nr. 4: „Brloh“ (Brloh)
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In Bosna
Der Ort liegt auf dem Katastralgebiet der Gemeinde Chlumčany, die Route führt an dem Weingarten und der ehemaligen Mühle vorbei. Die Gemeinde wird zum ersten Mal im Jahre 1316 erwähnt. Um die Mitte des 16. Jh. stand hier ein Fort, zu dem ein Herrengut mit Ländereien, Wiesen, eine mit zwei Mühlrädern und zwei Pochwerken ausgestattete Mühle, der Hügel Chlum mit Weingärten, Teichen, Wäldern und Hainen gehörten. Zu dieser Zeit wurden ebenso die Weinkelterei mit zugehörigen Lagerräumen gebaut. In den Misserntezeiten wurde der Weinbau liquidiert, später wieder erneuert, die Weinbautradition in Chlumčany setzt jedoch heute fort. Mit dem Namen „Bosna“ nannte man früher den Ortsteil von Chlumčany, heute stehen hier bloß drei kleine Häuser. Einst standen die Fischerhäuser der herrschaftlichen Fischer an dieser Stelle. Die Landschaft hier wird von Bodensenken und Abhängen, dem Bach und dem Sumpfgebiet bestimmt und ist der in Balkan ähnlich, so auch der Ortsname Bosna (Bosnien).
Am Viadukt
Der Bach Smolnický, der Wasser von dem Gebiet Džbán in den Fluss Ohře abführt, stellt mit seinem Uferbestand ein bedeutendes Landschaftselement dar. Der Bach ist eine wahre Vegetationsinsel in der von dem Menschen intensiv bewirtschafteten Landschaft. Der Strom wurde in den Jahren 1963, 1966, und 1979 von der staatlichen Meliorationsverwaltung in Ústí nad Labem hergerichtet, wobei die Trasse und das Gefälle teilweise geändert und die Ufer dann befestigt wurden.
Am Wald
Im Strauchbewuchs kommen hier oft Hagedorne, Heidenröschen, Haselbäume, Hornsträucher und Kornelkirschen vor. Eine ganze Menge von Vogelarten findet hier einen geeigneten Nistplatz. Der Ort bietet ebenso günstige Lebensbedingungen für kleinere Tiere, wie z. B. die Igel oder das Eichhörnchen. Bei Einbruch der Dämmerung weiden hier Rehwild und Hasen. Es ist hier genug zu fressen, in der Nacht erscheinen dann Wildschweine und Füchse. Von den Kräutern ist hier die Wiesenglockenblume oft vertreten.
Brloh
Brloh, der Ortsteil von Louny, liegt 5 km südöstlich von Louny. Der Wanderweg führt an dem Bauerngut Ko.-Nr. 1 vorbei, das aus einem Wohnhaus, drei Wirtschaftsobjekten und einer teilweise erhalteten Umfassungsmauer besteht. Die meisten Objekte stammen aus dem 19. Jh. und zeigen Bauelemente des sog. Bauernbarocks auf. Der Weg führt dann längs des Misch- bzw. Laubwaldbestandes weiter.
Louny - Fußweg Ohře
Länge und Routenbeschreibung:
- auf dem kurzen Fußpfad längs des Flusses Ohře zwischen der Mühle Jiráskovy mlýny und dem Theater Loutkové divadlo gibt es drei Informationstafeln, die über den Fluss, den Uferbestand und die an dem Pfad sich befindenden Bauobjekte informieren.
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Der Fluss Ohře
Der Fluss Ohře (Eger) hat ihre Quelle in Bayern, unter dem Berg Schneeberg (754 M.ü.M) im Fichtelgebirge. Die tschechische Grenze überschreitet Ohře im Nordwesten Tschechiens, fließt durch den Kreis Chomutov und unweit von Litoměrice mündet sie in den Fluss Labe. Nach Vltava ist sie der zweitgrößte linksseitige Nebenfluss von Labe. An dem Fluss wurden mehrere Stauseen erbaut, unter den größten sind Skalka, Jesenice a Nechranice zu nennen. Die Gesamtlänge des Flusses beträgt 300,2 km. Sein Name, sei es Ohře auf tschechisch oder Eger auf deutsch, ist aus dem keltischen Namen Agara abgeleitet und soll den Lachs-Fluss bezeichnen. Schriftlich wird Ohře bereits im 9. Jh. erwähnt. Damals bewohnten die Slawen die Ohře-Gegend, die die hier ursprünglich lebenden Kelten völlig und Germanen teilweise verdrängten. Die ersten Fischervereine wurden in den 80-er Jahren des 19. Jh. gegründet. Sie stellten sich zu ihrem Ziel, um den Fluss und Fische zu kümmern. Mit dem Ziel, den Lachs in den Fluss wieder zu bringen, werden heute im Rahmen des Programmes Lachs 2000 die Hindernisse im Wasserstrom beseitigt und die Fischchleusen gebaut.
Die am Fluss lebende Vogelwelt
Das rechte Flussufer ist verhältnismäßig steil und nach Norden orientiert. Von den Bäumen kommen hier vorwiegen Weiden, Linden, Ulmen, Eschen, Hagedorne und Ahorne vor. Die Strauchebene ist relativ eintönig – es herrschen Holder, Haseln, Waldreben und Hartriegel vor. In der Kräuterebene wächst dann vorwiegend Unkraut wie Brennnessel, Springkraut und Nelkenwurz. In den Sträuchern misten dann Singvögel wie z.B. die Mönchsgrasmücke, der Edelfink oder die Nachtigall, in den Baumhöhlen dann der Star und der Buntspecht. Etwa 20 Vogelarten sind hier zu treffen. Der Fluss ist gleichzeitig eine bedeutende Überwinterungsstätte mehrerer Wasservogelarten.
Überschwemmungen – Řopík
Mit dem Ziel, die durch das Hochwasser drohenden Schäden vorzubeugen, wird der Wasserstand im Fluss seit dem Jahr 1884 regelmäßig beobachtet, seit 1901 dann mit Hilfe des in der Pegelhütte installierten Schreibpegels. An der Treppe, die von dem Wanderweg runter zu dem Wasserspiegel führt, ist ein Spiegelmesser installiert, an dem z.B. das Jahrhunderthochwasser aus dem Jahre 1862 markiert ist.
An dem Wanderweg ein Stück weiter ist ein kleiner Infanteriebetonbunker, ein Bestandteil des Grenzbefestigungssystems, der sog. Řopík-Bunker, zu sehen.
L o u n y - B ř e z n o (Freilichtmuseum)
Streckenlänge:
cca 6,5 km (Bus, Zug, Auto, Rad, zu Fuß)
Routenbeschreibung:
- mit dem Bus (cca 10 min.), von dem Busbahnhof Louny ( Richtung Postoloprty)
- mit dem Zug (cca 10 min.), von dem Bahnhof Louny: Eisenbahnstrecke Louny – Postoloprty, auf der Station Březno aussteigen und weiter längs des Flusses gehen
- mit dem Auto (cca 5 min.), die Straße I/7 in Richtung Postoloprty, an der Bushaltestelle Březno-Farm rechts abbiegen und weiter in nördlicher Richtung zum Fluss fahren
- auf dem Fahrrad (cca 25 min.) oder
- zu Fuß ( cca 45 min.) – von dem Lounyer Marktplatz den gelben Wanderweg folgen, von der Straße I/7 in Richtung Postoloprty rechts nach Březno abbiegen, weiter längs des Flusses gehen
Březno
Etwa ein Kilometer östlich von der Gemeinde, am rechten Ufer des Flusses Ohře gelegen, befindet sich das Freilichtmuseum mit Nachahmungen von Bauten aus der Urzeit und frühem Mittelalter. Im Gegensatz zu den vergleichbaren Freilichtmuseen in Europa stehen hier die Repliken der Wohnbauten fast genau auf den Grundrissen, wie diese bei den von Dr. Ivana Pleinerová geführten Ausgrabungen entdeckt wurden. Das älteste Bauobjekt ist Replikat einer aus der frühen Urzeit stammenden Hütte.
Kontakt:
- das Regionalmuseum, Pivovarská 28, Louny, Tel.: + 420 415 652 456
- das Freilichtmuseum Březno, Tel.: +420 415 783 057
Öffnungszeiten:
vom 1.5. bis 30. 9. 2010, täglich 9:00 - 17:00 Uhr.
L o u n y – J i m l í n – P r a v d a (P n ě t l u k y)
Streckenlänge:
cca 20 km (Rad, Zug, Auto, zu Fuß)
Routenbeschreibung:
- mit dem Auto (cca 20 min.), von dem Lounyer Marktplatz Mírové náměstí in Richtung Jimlín, Opočno, Hřivice, Konětopy, Scheideweg Pod Pravdou (16,5 km), das Parken auf dem Dorfplatz in Pnětlukách oder direkt unter Pravda möglich (aus Pnětluky in Richtung Domoušice, an der Kreuzung in Richtung Solopysky abbiegen). Achtung: den Parkplatz gibt es im Wald!
- mit dem Zug (cca 25 min.), von dem Bahnhof Louny: Eisenbahnstrecke Louny –Rakovník (über Jimlín, Opočno, Touchovice, Hřivice ), an der Station Konětopy aussteigen und zu Fuß nach Pnětluky gehen, weiter den grünen Wanderweg etwa 1,5 km bis zur Burgruine Pravda folgen
- auf dem Fahrrad (cca 50 min.), von dem Lounyer Marktplatz Mírové náměstí in Richtung Jimlín, Opočno, Hřivice, Konětopy, Scheideweg Pod Pravdou (16,5 km)
- zu Fuß (cca 20,5 km), von dem Lounyer Marktplatz den roten Wanderweg bis nach Zbrašín folgen, hier am Wasserturm zum blauen Wanderweg wechseln und weiter zum Scheideweg unter der Burgruine Pravda gehen
Zeměchy
Ein malerisches Dorf südwestlich von Louny gelegen. Auf dem Dorfplatz gibt es eine quadratförmige Kapelle aus der späten Barockzeit.
Jimlín
Auf dem Hügel über dem Dorf gibt es Nový hrad (Öffnungszeiten: am ersten Samstag im Monat, Kontakt : Ortsgemeinde - Tel.: 415 696 225 ), ursprünglich eine spätgotische Burg aus dem 15. Jh., später zum Barockschloss umgebaut, was der auffälige Barockturm mit einer Zwiebelhaube dokumentiert. Im Objekt findet jedes Jahr im Mai die traditionelle Dorfkirmes statt. Links von dem Zugangsweg zum Schloss steht auf einem schmuckvollen Sockel eine aus hiesigem Sandstein ausgemeisselte Statue des Hl. Jan Nepomucký. Eine weitere Statue des Hl. Jan Nepomucký steht oben auf der Gartenmauer des an der Durchgangsstraße liegenden Haus Nr. 225. Auf dem Dorfplatz steht ein neuromanischer Bildstock aus dem 19. Jh.
Opočno
Inmitten des Dorfes steht auf dem Fundament einer älteren gotischen Kirche die einschiffige Barockkirche der Mariä Himmelsfahrt. Von dem früheren gotischen Bau blieb bloß der untere Teil des Turmes mit dem Kreuzgewölbe im Erdgeschoss erhalten. Unweit der Kirche, auf dem Dorfplatz, steht auf einem quadratförmigen Sockel die Barockstatue des Hl. Jan Nepomucký.
Naturerscheinungen: westlich von der Gemeinde, an der Straßenbiegung in Richtung Lipenec, gibt es einen Sandsteinschichtkopf (der sog. „malnický řasák“), wo Fossilien von Meereslebewesen aus der Kreidezeit zu finden sind.
Touchovice
Auf dem Dorfplatz gibt es eine quadratförmige spätbarockische Kapelle mit einem Zeltdach aus dem 18. Jh.
Hřivice
Auf der Anhöhe über dem Dorf, an der Stelle der niedergebrannten gotischen Kirche, steht die einschiffige Kirche des Hl. Jakob. In den Nischen an der Frontseite gibt es Plastiken der Hl. Prokop und Vojtěch. Nördlich von der Kirche steht ein Glockenturm mit einer Uhr.
Konětopy
Auf dem Dorfplatz befindet sich eine spätgotische Kapelle mit einem Glockenstuhl, unweit davon steht auf einem mit dem Relief der Jungfrau Maria geschmückten Sockel ein volkskünstlerisches Kreuz. Östlich von dem Dorf erhebt sich der Berg Bor mit einer Burgstätte aus der Urzeit, die jedoch noch nicht durchforscht wurde.
Pnětluky
Das Wahrzeichen des Ortes ist die spätbarockische einschiffige Kirche des Hl. Matouš mit einem dreieckigen Schild im Westportal und einem kleinen Turm über dem Presbyterium. Sehenswert ist ebenso der einstöckige barockische Speicher auf dem Dorfplatz über dem Teich. Es lässt sich nicht ausschließen, dass er an der Stelle des ursprünglichen Fortes steht. Etwa 1,5 km südwestlich von dem Dorf, auf dem grün markierten Wanderweg gelegen, versteckt sich im Wald die Burgruine Pravda. Von der einst mächtigen Burg blieben bloß die Burgmauern, tiefe Burggräben und der mächtige Wall mit Artilleriestellen in der nördlichen Vorburg, das Torso von dem Eingangstor und die Ruinen von zwei Wohnobjekten erhalten – eines davon, das ehemalige Palais mit den erhaltenen Kellerräumen, liegt in der westlichen Ecke der Burg.
L o u n y – S t ř í b r n í k (Hütte Ejemova chata)
Streckenlänge:
cca 2 km (Bus, Zug, Auto, Rad, zu Fuß)
Routenbeschreibung:
- auf dem Fahrrad (cca 15 min.) oder zu Fuß (etwa 30 min.) - von dem Lounyer Marktplatz Mírové náměstí in Richtung Dobroměřice, vor der Überschwemmungsbrücke nach links abbiegen, an den Kleingärten vorbei gehen, in Dobroměřice die alte Straße in Richtung Most folgen, nach etwa 1,5 km außerhalb des Dorfes rechts zum Stříbrník abbiegen
- mit dem Bus – von der Bushaltestelle Louny-Žižkova nach Dobroměřice fahren (etwa 5 min.), weiter zu Fuß: die alte Straße in Richtung Most folgen, nach etwa 1,5 km außerhalb des Dorfes rechts zum Stříbrník abbiegen
- mit dem Auto (cca 5 min.): von Louny nach Dobroměřice, weiter die alte Straße in Richtung Most folgen, nach etwa 1,5 km außerhalb des Dorfes rechts zum Stříbrník abbiegen – der Gipfel ist mit dem Auto zugänglich
Louny
Auf der Strecke zwischen Louny und Dobroměřice liegt ein technisches Denkmal – die Inundationsbrücke, deren 40 Bögen während der Napoleonischen Kriege erbaut wurden.
Dobroměřice
Die Gemeinde liegt etwa 2 km nördlich von Louny. Auf dem Dorfplatz steht die einschiffige gotische Kirche des Hl. Matouš mit einem prismenförmigen Turm an der Nordseite. Der Baukern stammt aus der 2. H. des 13. Jh., in Folgejahrhunderten wurde die Kirche wiederholt, zum letzten Mal im Jahre 1907, umgebaut. An die älteste Geschichte der Kirche erinnern das Rippengewölbe im Presbyterium und die Fresken aus dem 14. Jh. Nordwestlich von der Kirche steht die alte Schule № 5; die an ihr angebrachte klassizistische Platte mit dem Stadtwappen von Louny trägt das Datum 1805. Auf dem Dorfplatz steht auf einem Barocksockel aus dem J. 1736 die Statue des Hl. Václav, die jedoch erst im 19. Jh. auf den Sockel aufgestellt wurde. Die Kreuzung der Straßen in Richtung Bilina und Lenešice markiert ein historiscer Meilenstein aus Sandstein.
Stříbrník
Der Berg bietet eine herrliche Aussicht auf Louny und die Umgebung an. Oben auf dem Hügel befindet sich der Aussichtsturm Frotzlova rozhledna und die Hütte Ejemova chata; Erfrischung möglich,
Kontakt: Frau Šavická, tel.: +420 737 865 452
Öffnungszeiten: April bis November, Mon - Son +Feiertage 12:00 - 18:00 Uhr
L o u n y – P e r u c
Streckenlänge:
cca 22 km (Bus, Zug, Rad)
Routenbeschreibung:
- mit dem Bus (cca 40 min.), von dem Busbahnhof Louny (Richtung Peruc)
- mit dem Zug (cca 30 min.), von dem Bahnhof Louny: Eisenbahnstrecke Louny – Kralupy nad Vltavou (über Chlumčany, Cítoliby, Vrbno n. Lesy)
- auf dem Rad: Route Nr. 1 - Länge cca 22 km ( Louny -Černčice - Veltěže - Slavětín - Kystra - Radonice - Pátek - Stradonice - Peruc); Route Nr. 2 - Länge cca 12 km( Louny - Černčice - Veltěže - Slavětín - Peruc)
Slavětín
Die Gemeinde liegt etwa 8 km östlich von Louny; urkundlich erwähnt bereits im Jahre 1268, als sie vom Přemysl Otakar II. an das Bischoftum in Praha abgetreten wurde. Im 14. Jh. ging sie in die Hände des profanen Adels über. Fast 200 Jahre lang besaß der Adelsstamm Hazmburkové die Gemeinde Slavětín; aus dieser Zeit stammen die Fresken in der Kirche des Hl. Jakob des Größeren. Diese einschiffige ursprünglich romanische Kirche kann sich mit gotischen Fresken im Presbyterium rühmen. Aus dem romanischen Bau des 13. Jh. blieb ein Teil des Mauerwerkes mit insgesamt 6 bogigen Fenstern erhalten. Im 14. Jh. wurde zu der Kirche das Presbyterium mit spitzigförmigen Fenstern zugebaut. Die aus der 2. H. der 70-er Jahre des 14. Jh. stammenden und im Jahre 1998 wiederhergestellten Wandgemälde stellen eines der am besten erhaltenen Kirchengemäldekomplexe in Tschechien dar. Der Turm an der westlichen Frontseite der Kirche stammt aus dem Jahre 1837. Im Jahre 1881 wurde die Kirche von J. Mocker restauriert. An dem Kircheneingang gibt es das Grab des Dichters Konstantin Biebl. Unweit der Kirche steht ein wertvolles barockisches Pfarrhaus aus den J. 1753-1759. In einem Ecke des dreieckigen Dorfplatzes steht auf einem Barocksockel die Figurengruppe des Hl. Jan Nepomucký mit den Plastiken des J. Havel aus Slaný. Vor der Gemeinde, an der rechten Seite der Straße aus Veltěže, steht die achtseitige Kapelle der Abstattung von Jungfrau Maria. Im Haus № 60 wurde Konstantin Biebel (1898-1951), ein bedeutender tschechischer Dichter geboren. Am nordwestlichen Rand der Gemeinde, unweit der Eisenbahnstation, gibt es unter einer allein stehenden Linde einen merkwürdigen Stein Namens Baba – einen 1,9 m hohen Menhir aus Eisensandstein.
In der Umgebung ist die agroturistische Familienfarm von Herrn Suchý mit zahlreichen Zuchttieren zu besichtigen (auf telefonische Vorbestellung); zur Verfügung steht die Pension Hájenka (Unterkunft und Verpflegung ist zu buchen).
Kontakt: +420 415 677 224, +420 606 308 043, www.agropenzion.wz.cz
Peruc
Die altertümliche landwirtschaftliche Gemeinde liegt über einem bewaldeten, in das breite Ohře-Tal fallenden Terrainbruch. Die Landschaft um Peruc ist seit langem einer der touristisch atraktivsten Orte im ganzen Louny-Gebiet. Vor allem die romantische Sage über Oldřich und Božena machte Peruc allgemein bekannt. Zum ersten mal schriftlich wurde die Romanze von dem Chronisten Kosmas verarbeitet, später dann von dessen Nachfolgern Dalimil und Václav Hájek aus Libočany. Die Geschichte hinterließ hier zahlreiche Denkmäler: dem Dorfplatz dominiert die Kirche der Hl. Petr und Pavel mit einer imposanten Stirnseite und wertvollen Ausstattung, erhalten blieben auch der Glockenstuhl und der nichtdatierte steinerne Bildstock. Meist besucht werden jedoch der überdachte pseudogotische Božena-Brunnen und die mehr als 1000 Jahre alte Oldřich-Eiche, deren Stammumfang 745 cm beträgt. Gegenüber der Kirche befindet sich das dreiflügelige Rokoko-Schloss. In dem einstöckigen Bau sind es vor allem die ovalförmige Eintrittshalle mit einem prachvollen Treppenhaus und zahlreiche Plastiken und weitere Ausschmückung sehenswert.
Im Schloss ist die Emil Filla-Galerie angebracht, die die Besucher mit den Gemälden dieses Malers (vor allem mit dessen Gemäldezyklus Böhmisches Mittelgebirge) bekannt macht.
- Das Museum des böhmischen Dorfes
Öffnungszeiten: Di - Fri: 09:30 – 11:30 und 12,00 - 16:30 Uhr, Sam - So 9,00 - 11,30 und 12,00 - 16,30 Uhr. Mai – Oktober
Kontakt: Frau Hauptvogelová, +420 722 110 784 - Die Galerie U Kozorožce
Die Vernissage unter dem Namen „Geschenkte Tage“ (Darované dny) von Vladimíra Burianová
Öffnungszeiten: 19.3 - 28.9.2010, Mi – So 10:00 – 18:00 Uhr
Kontakt: +420 415 697 005 - Galerie U Plazíka
Öffnungszeiten: Mit, Fri, Sam, So 10,00 - 17,00 Uhr (Mittagspauze 12,00 - 13,00 Uhr)
Kontakt: Miroslav Blažek, +420 605 345 804, blazekmi@centrum.cz - Das Schloss ( die E. Filla-Ausstellungshalle)
Öffnungszeiten: Mai - Juni - Di – So: 10:00 – 17:00 Uhr
Kontakt: Zámecká zahrada 386, Peruc, +420 415 697 171 - www.peruc.cz
- info@peruc.cz